Von Paddeln, Robben und Krabbelvieh
20. September 2018
 

Tag 38 | Abel Tasman Kayaks Tag 2

Oben Wasser, unten Wasser

Um sieben Uhr wachen wir in unserem Minizelt auf. In der Nacht hat es wie angekündigt geregnet, momentan ist das Wetter aber in Ordnung und mit einem Blick auf Strand und Meer aufzuwachen hat schon was…
Das Müsli, das wir zum Frühstück bekommen ist leider nur ein kleiner Happen und muss mit Milchpulver verdrückt werden. Aber wenigstens gibt es Kaffee. Dann packen wir schon unseren Kram zusammen und füllen die Kayaks, um in See zu stechen.

Nach 10 Minuten erreichen wir die Tonga Arches und gehen schon wieder an Land. Ein Boot bringt uns weitere Vorräte, die auf dem Wasser an Etienne und Oliver übergeben werden. Wir hüpfen ein wenig durch die Stein-Tore und über die Felsen, bevor wir wieder ins Wasser gehen. Dort kommt uns eine ganze Horde dänischer Schüler entgegen, wobei einer von ihnen scheinbar zu groß für das Kayak ist und daher hinten auf dem Bug sitzt, was etwas ulkig aussieht.

Inzwischen hat es leicht angefangen zu regnen, was aber irgendwie nicht wirklich stört. Wir paddeln auf Pinnacle Island zu, wo Roy endlich für Robben-Sichtungen sorgen möchte – von den ca. 10 die wir bereits am Vortag gesehen haben, hatte er ja nicht viel mitbekommen.
Wir sehen dann auch tatsächlich ein einsames Exemplar auf den Felsen vor der Insel und bewegen uns dann wieder in Richtung Festland.

Unser Weg führt uns an Felsen vorbei und auch zwischen welchen hindurch, doch während wir zwei noch mit einem kurzen Fels-Streifer davon kommen, haben Aaron und Tom weniger Glück und verkeilen sich zwischen zwei Steinen. Roy muss von seinem Kayak auf die Felsen springen und die beiden befreien.
Leider vergesse ich später Aaron, der uns schon ganz zu Anfang als die potenziellen „Problem People“ ausgemacht hatte, die Aktion unter die Nase zu reiben.
Wir hingegen manövrieren uns übrigens galant und problemlos durch die zwei Tage 😉

Wir erreichen „The Anchorage“, unser heutiges Ziel und für Sandra und mich damit auch schon die Endstation, während die anderen auch noch den morgigen Tag im Kayak verbringen werden. Insgesamt hatten wir mit deutlich mehr Kayak-Zeit gerechnet, sind aber froh, dass wir im Endeffekt nur jeweils ca. 2-3 Stunden pro Tag aktiv waren.

Wir schleppen unsere Kayaks den gut gefüllten Strand hoch zu einem Nacht-Stand und bringen unsere Vorräte zur Küche des Camping Platzes, der hinter dem Strand liegt. Unser eigenes Gepäck schmeißen wir in einen Seesack, den wir dann später mit ins Wassertaxi nehmen werden.
Wir hängen dem Zeitplan eigentlich eine gute Stunde hinterher, aber Roy möchte uns dennoch ermöglichen, die für heute geplante Wanderung zu „Cleopatras Pool“ zu machen und bereitet schnell unsere mittäglichen Wraps zu. Wir hatten schon vorgestern überlegt mit Hilfe des Wassertaxis dort hin zu marschieren, uns dann aber wie schon erwähnt dagegen entschieden. Wenn wir diese Chance jetzt bekommen, haben wir im Prinzip alles mitgenommen, was wir sehen wollten, denn den Teil den der Rest unserer Gruppe morgen per Kayak erkundet, haben wir ja schon gestern wandernd gesehen.
Während die anderen ihre Zelte aufbauen laufen wir zwei im leichten Regen schon mal los. Für die 3,5 bzw 7 Kilometer über einen Hügel und durch den Wald haben wir nur zwei Stunden Zeit (inklusive Aufenthalt), aber ohne 17 Kilogramm auf dem Rücken sind wir doch ganz flink unterwegs, so dass wir ganz entspannt die kleinen Wasserfälle und die dazwischenliegenden Pools betrachten können. Zum Planschen reicht es aber leider nicht mehr, hier hätten wir gerne mehr Zeit verbracht, zumal aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit auch nicht mehr viel los ist, da die meisten Touris am Strand die letzten Boote erreichen müssen.

Auf dem Rückweg treffen wir dann Roy und die anderen, so dass wir uns netterweise noch kurz verabschieden können, bevor wir wieder zum Strand gehen, wo unser Wassertaxi schon auf uns wartet. Mit ca. 15 anderen Fahrgästen und unserem Kayak hinten drauf geht es dann in knapp 20 Minuten zurück nach Marahau. Dort docken wir im Wasser mit dem kompletten Boot an einen Traktor an und fahren durchs Dorf zurück zur Basis, wo unser spannender Ausflug in den Abel Tasman Ntionalpark endgültig endet.

Wir füllen bei Fat Tui unsere Mägen mit zwei leckeren Burgern und fahren dann auf direktem Wege wieder zu unserer Behausung den Berg hinauf, wo wir erst mal unsere Wäscheberge sortieren und dann nach einer kurzen Netflix Runde einschlummern.

Wer die Wahl hat, hat die Qual…

 

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