Wetlands
1. Februar 2018
Wind Nordost, Startbahn Null Drei
3. Februar 2018
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Remarkable Clouds

 

Tag 30

Te Anau – Wanaka

Nach der Wanderung müssen wir erst mal wieder die Rucksäcke umpacken, was allerdings gar nicht so kompliziert ist, da fast all unsere Klamotten inzwischen in muffigen Wäschesäcken stecken.
Wir verlassen etwas wehmütig Fiordland, da wir in den mystischen Sounds und den beeindruckenden Bergen gerne noch mehr Zeit verbracht hätten.

Immer wieder begleiten uns Schauer auf der Fahrt, die uns zunächst nach Queenstown führt. Leider liegen hier die Berge komplett in den Wolken, so dass sie Lookouts auf dem Weg nicht sonderlich viel hergeben. Auch die „Remarkables“ sind nicht zu sehen, weshalb wir zunächst mal nach Queenstown rein fahren.

Die Stadt ist irgendwie hektisch und komplett auf Touristen und Extrem- und Funsportarten zugeschnitten, weshalb wir hier auch nicht übernachten werden. Hauptsächlich sind wir hier, um beim berühmten „Ferg Burger“ unseren Mittagssnack zu besorgen, nur leider sind wir nicht die einzigen, denen der Laden mehrfach empfohlen wurde. Wir sparen uns also die lange Schlange und suchen uns einen gemütlichen kleinen Laden (Bobs Weigh), was sich sowohl geschmacklich, als auch Lebensweisheits-technisch als Glücksgriff erweist, denn von unserer Bedienung (ein echtes Unikat) lerne ich, dass wir Männer im Leben nur eine Aufgabe haben: Ja zu allem zu sagen, was unsere Frauen von uns wollen.

Na gut. Da ich vermute, dass Sandra unbedingt einen schönen Blick über Queenstown haben möchte, fahren wir hoch zum Remarkables Ski Field, was uns Klara und Alex empfohlen hatten. Der Weg ist leider kurz nach der Hälfte gesperrt, aber hier beginnt sowieso fast die Wolkendecke. Trotzdem bekommen wir hier noch den erhofften schönen Blick über Queenstown.

An Queenstown vorbei fahren wir nach Arrowtown, eine kleine Stadt im Western Stil. Wir bleiben nur kurz, da es tatsächlich neben den schicken Häuschen der Hauptstraße nicht ganz so viel zu sehen gibt. Naja ok, wir versuchen noch in eine Kunstgalerie zu gehen, sehen das erste abgespacete Kunstwerk und machen auf dem Absatz kehrt, bevor noch jemand bemerkt, dass wir da sind.

Wir wählen für den Weg nach Wanaka die kurvige und landschaftlich interessantere Crown Range Road (anstatt der längeren, aber schnelleren Umgehungsstraße), die uns zunächst in steinige und später in grüne Berge führt, dann durchs Cardrona Valley bis nach Wanaka bzw zu unserer Unterkunft in Albert Town.

Diese haben wir über AirBnB gebucht und wie es aussieht haben wir einen Volltreffer gelandet. Susan und Gary wohnen in einem modernen Haus in einer Neubausiedlung und wir werden herzlich von den beiden begrüßt.

Wir bekommen ein paar Tipps für unser Abendessen morgen und auch für den morgigen Vormittag, hören aber auch, dass der Haast Pass gesperrt ist, den wir in zwei Tagen auf unserem Weg zur Westküste überqueren wollen (und müssen, einen anderen Weg gibt es nicht). Während wir im leichten Regen den Kepler Track beendet haben, ist ein paar Kilometer weiter deutlich mehr passiert und die Straßen der Westküste hat es heftig erwischt, unter anderem saßen knapp 100 Touristen für eine Nacht am Fox Gletscher fest.

Unser anschließendes Abendessen besorgen wir uns bei Red Star Burger (eine weitere Empfehlung von Klara und Alex), quasi als Ferg Burger Ersatz.
Mit Burgern und Pommes bewaffnet setzen wir uns in Wanaka an die Promenade, wo wir etwas bibbernd und in Gesellschaft verschiedenster Vogelarten, die auf Reste hoffen (die kennen mich halt nicht…) unser lauwarmes, aber gut schmeckendes Mahl genießen.
Wanaka bzw. Die Promenade ist zwar ebenfalls sehr touristisch, aber wir empfinden es als deutlich entspannter und weniger aufdringlich als Queenstown.

Wir schlendern noch etwas am Lake Wanaka entlang und statten vor dem Heimweg „that Wanaka Tree“, einem Baum, der im See steht, einen Besuch ab.
Netterweise hat sich direkt davor ein Klavierspieler platziert und im Gegensatz zu meinem Versuch am Flughafen in Christchurch sind hier tatsächlich viele Leute (zu Recht) stehen und sitzen geblieben und lauschen in einer träumerischen Atmosphäre den Klängen, die für uns auch den perfekten Ausklang für unseren Tag darstellen.

 

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