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Tag 44

New Plymouth – Turangi

Als wir die Augen öffnen, ist vor unserer Tür schon einiges los. Einige Vögel vergnügen sich draußen im Garten, unter anderem auch zwei Kakarikis bzw. Neuseeland Sittiche.
Vom Mount Taranaki ist allerdings nichts mehr zu sehen, er ist inzwischen komplett in den Wolken verschwunden.

Wir fahren heute über den Forgotten World Highway nach Turangi. Im Radio begleitet uns der „Nineties Bus – full of 90s Bangers“, besser geht es ja kaum. Mit Ace of Base und Ronan Keating im Ohr schlängeln wir uns durch grüne Hügel, vorbei an Kühen, Schafen und einem Tier, das ich sofort als den berühmten Ziegenhund identifiziere.
Häuser und Ortschaften gibt es kaum und etwa auf halber Strecke erreichen wir den Whangamomona Saddle, wo die Landschaft sich zu einem hügeligen Urwald wandelt.
Hier sieht es nun wirklich aus wie in einer vergessenen Welt.
Kurze Zeit später erreichen wir den Ort Whangamomona. Pardon, nicht den Ort, sondern die Republik Whangamomona. Diese kleine Ansammlung von Häusern rund um ein Hotel hat vor Jahren die Unabhängigkeit ausgerufen, nachdem sie von der Regierung zwei unterschiedlichen Verwaltungsbezirken zugeordnet wurde. Wir essen im Hotel entspannt zu Mittag und betrachten die vielen, teilweise leicht skurrilen Andenken der Republik.

Entlang einer alten Bahntrasse, auf der man inzwischen in kleinen selbstfahrenden Wägelchen den kompletten Highway erkunden kann, fahren wir danach weiter durch abwechselnde Gras- und Buschlandschaften. Aus der bislang einwandfreien Straße wird nun für viele Kilometer eine Schotterpiste. Diese Tatsache und die Länge der Fahrt machen den letzten Abschnitt zu einer etwas anstrengenden Angelegenheit.

Für uns eine schöne Rechtfertigung, um uns ein Eis zu gönnen, als wir endlich wieder die Zivilisation erreichen.
Nach einem kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, der nicht viel erkennen lässt (naja außer dem Vulkan, den wir morgen besteigen werden), und insgesamt 6,5 Stunden Fahrt (für 250 Kilometer) kommen wir endlich in Turangi an, wo wir von unseren Gastgebern Lynn und Alan herzlich in Empfang genommen werden. Alan bietet uns an, uns morgen früh zu unserer Wanderung im Tongariro Nationalpark zu fahren, aber leider ist unser überteuertes Shuttle schon lange gebucht und bezahlt. Wir spielen ein wenig mit dem rattenähnlichen, aber eigentlich ganz süßen Hund (die Katze ignoriert die neuen Eindringlinge in ihr Königreich natürlich), ruhen uns noch etwas aus und packen unsere Rucksäcke für die morgige Wanderung, bevor wir ins Bett gehen.

 

 

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