Koalas im Nebel
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Felsenkunde

 

Tag 14

Apollo Bay – Port Campbell

Wir verlassen früh das Motel und fahren zurück nach Apollo Bay, wo wir uns ein nettes Frühstück gönnen. Es regnet mal wieder, als wir unseren anschließenden Einkauf tätigen, bei dem wir hauptsächlich Nudeln für den heutigen Abend besorgen (neben Keksen und Zuckerwasser versteht sich).

Unser erster Tagespunkt bringt leider eine Enttäuschung: Der Rundweg durch den Regenwald, den wir eigentlich besuchen wollten, ist gesperrt. Wir fahren also erst mal weiter zum Cape Otway südlich der Great Ocean Road. Die Straße durch den Urwald ist den Weg eigentlich schon wert und beschert uns sogar eine weitere Koala-Sichtung. Das ist auch gut so, da wir bereits vorher auf Grund einiger Berichte beschlossen hatten, dass wir den Leuchtturm unten am Kap nicht unbedingt besuchen müssen. Als wir sehen, dass dies nur für 20$ pro Person möglich ist, drehen wir nach einer Still- und Wickel-Runde wieder um. Auch auf dem Rückweg sehen wir wieder Koalas und dieses Mal sogar einen, der gerade den Baum wechselt und auf dem Boden unterwegs ist.

Auf einer Farm sehen wir außerdem eine Gruppe Kängurus in der Ferne.

Die Fahrt zum „Melba Gully“, der an der gesperrten Baustelle von heute Morgen als Ersatz empfohlen wurde, dauert dieses mal etwas länger. Der Parkplatz dort ist fast leer und wir warten erst mal den erneuten Regen bei einem kleinen Picknick in der Schutzhütte vor Ort ab.

Danach wandern wir in Nieselregen und Nebel auf dem ziemlich matschigen Pfad durch Farne und Moose, vorbei an hohen Bäumen bis hin zu einem kleinen Fluss. Koalas gibt es hier nicht, aber alleine die Ruhe und die kleine Zahl anderen Menschen machen den Rundweg zu einem netten Ausflug.

Unser nächster Stopp sind die Gibson Steps. Wir möchten Jonah nicht zu oft raus aus dem Autositz, rein in die Trage und wieder zurück hieven, daher bleiben wir oben und sparen uns die vielen Stufen runter zum Strand. Hier ist es langsam deutlich voller als bei unseren vorherigen Spots und so merken wir, dass wir uns der Hauptattraktion der Great Ocean Road, den „12 Apostoles“ nähern.

Schon vor dem Parkplatz ist die Straße weitläufig abgesperrt, um Wildparker zu vermeiden. Der riesige Parkplatz ist ziemlich voll mit Autos und Bussen und lässt uns schlimmstes befürchten. Im Endeffekt verlaufen sich aber die Massen auf dem einen Kilometer langen Weg zur Küste ganz gut und da es dort nicht nur einen Aussichtspunkt gibt, hat jeder genug Zeit und Platz für seine Fotos.

Noch besser geht es nur den Leuten, die einen der nonstop stattfindenden Helikopter-Überflüge gebucht haben.

Wir fahren die Great Ocean Road weiter in Richtung Westen, wo wir die „Loch Ard Gorge“ besuchen.

Hier gibt es mehrere interessante Ergebnisse aus dem Aufeinandertreffen von Fels und Wellen zu bestaunen, sodass wir relativ viel Zeit zwischen den Viewpoints verbringen, bis wir schließlich müde ins Auto steigen und zu unserer Unterkunft in Port Campbell fahren.

Diese ist ein wahrer Glücksgriff: Groß, hell, tolle Aussicht und fast besser ausgestattet als unsere eigene Wohnung. Es gibt Kinderbücher, einen Milchaufschäumer, einen großen Herd (den wir nicht ans Laufen bekommen 😉 ) und ein Babybett ist auch schon aufgebaut.

Wir setzen uns zufrieden wie alte Leute vors Fenster und genießen die letzten (wenn auch wenigen) Sonnenstrahlen des Tages zu den Klängen von Alanis Morissette, deren Album bereits im CD-Player bereitlag. Unsere Gastgeberin Bronwyn kommt noch vorbei und sorgt für Strom in der Küche, sodass wir unsere Nudeln kochen und futtern können, bevor wir alle drei ins Bett fallen.

 

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