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Jame Bong und Kollegen

 

Tag 5

Phuket – Phang Nga Bucht

Schluss mit Nichtstun, heute wird ausgeflogen.

Bereits um 5.30 Uhr klingelt der Wecker und um 6.30 Uhr sitzen wir im Halbschlaf beim Frühstück.

Wir haben bereits im Voraus für heute eine Bootstour durch die Phang Nga Bucht gebucht und werden um kurz nach 7 von unserem Fahrer abgeholt, der uns eine Stunde lang quer über die Insel in den Nord-Osten fährt. Hier treffen wir im Hafen von Ao Po auf unsere Mitausflügler aus Sydney, Zypern, Wisconsin und Kalifornien. Glücklicherweise haben wir uns entschieden bereits im Hotel zu frühstücken, denn das angekündigte „Light Breakfast“ ist genau so light wie angekündigt.

Während wir Jonah und uns großzügig mit Sonnencreme beschmieren steht er natürlich wie immer im Mittelpunkt und wird von allen Seiten angelächelt und gestreichelt.

Mit einem kleinen Transporter fahren wir über den langen Steg zum Boot, auf dessen Oberdeck wir jede Menge Platz und Schatten vorfinden. Hier begrüßt uns noch ein mal unser Captain Jack (ja, im Ernst) und erklärt, was wir heute so vorhaben.

Wir verlassen den Hafen und als „kleinen Snack“ gibt es erst mal Chicken Sticks, Früchte und die Kaltgetränke sind sowieso den ganzen Tag inklusive.

Unser erster Stop ist dann Panak Island (eventuell sind hier einige Inselnamen etwas durcheinander geraten, ich kriege das beim besten Willen nicht mehr auf die Reihe). Während Sandra an Bord bleibt und Jonah bespaßt, hüpfe ich in ein Kayak (jeder hat hier einen eigenen Paddler, wir sind also endgültig im Bereich der Rentner-Reisen angekommen 😉 ) und wir paddeln die paar Meter vom Meer zur Insel. Uns wird angeboten Jonah mit aufs Kayak zu nehmen, aber da hatten wir uns schon bei der Buchung klar gegen entschieden.

Durch eine Höhle, durch die wir nur liegend navigieren können, gelangen wir ins Innere der Insel, eine Art Lagune, umgeben von hohen Klippen. Hier herrscht eine herrliche Stille, die erst durch das Gebrüll der Affen hoch oben in den Bäumen durchbrochen wird. Der Bootsbesitzer, der uns ebenfalls begleitet, fragt mich, ob ich Sandra ablösen möchte. Als er mir sagt, dass es als nächstes in eine Höhle geht sage ich, dass das eher nicht ihr Ding ist und sie dann lieber den nächsten Ausflug macht. Irgendwie verstehen wir uns aber nicht so ganz und so bringt mich mein schweigsamer Paddler wieder zurück zum Boot, von wo aus er mit Sandra die nächste Etappe in Angriff nimmt.

Sie „muss“ nun also in kniehohem Wasser durch eine dunkle Höhle waten, was tatsächlich nicht ihre Lieblingsbeschäftigung ist.

Zurück an Bord tuckern wir weiter zu Hong Island. Hier wimmelt es nur so von Booten und Kayaks im Wasser. Eigentlich hatte unser Touranbieter damit geworben diese Orte auszulassen, aber ganz ohne geht es wohl nicht. Ich steige also wieder als erster ins Kayak und wir schippern zwischen den anderen Kayaks durch eine Art Canyon durch die felsige Insel, die eigentlich ein wirklich schöner Ort ist. Vorbei an einem Felsen der sich „James Bond 2“ nennt kommen wir auf der anderen Seite wieder mit den Kayak-Massen aus dem inneren der Insel heraus und nun ist Sandra an der Reihe.
Jonah ist inzwischen eingeschlafen und unser Kapitän füttert netterweise die Soundanlage mit ein paar Schlafliedern.

In der Zwischenzeit sind ein paar unserer Mitfahrer nach ihrer Rückkehr bereits ins Wasser gesprungen und als Sandra zurück ist, tue ich es ihnen gleich.Auch wenn das zwischen den anderen Booten nicht der schönste Schwimm-Spot ist, ist es doch eine willkommene Abkühlung.

Wenn ich mir übrigens die anderen, komplett überfüllten Ausflugsboote so anschaue, hat Sandra wirklich einen guten Treffer mit unserem Anbieter gelandet.

Wir fahren weiter zu DEM Touristenmagnet der Bucht, James Bond Island, bekannt aus „the Man with the golden Gun“. Jack erzählt uns, was für ein Glücksfall dieser Film aus touristischer Sicht für die Region war. Auf vielen Schildern wird die Insel übrigens so geschrieben, wie die meisten sie hier auch aussprechen „Jaime Bong Island“ oder ähnlich.

Wir schauen uns das Spektakel der vielen Touristen und Andenkenläden um den Obelisken-artigen Felsen (der deutlich kleiner als erwartet ist) kurz vom Wasser aus an und fahren dann weiter – wobei wir an einem neben uns fahrenden Boot einige Delphine beobachten können – zur Boomerang Cave. Die heißt deshalb so, weil man von ihrem Inneren aus nach oben schauend eine Art Boomerang sieht. Naja, man kann halt allem einen Namen geben, um es interessant zu machen.

Als nächstes gibt es Essen und das ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Es gibt grünes Curry, Tempura Gemüse, Massamam Curry, Kokos-Hähnchen Suppe (Tom Kha Gai) und einiges mehr. Alles von einer einzelnen Köchin direkt auf dem Boot zubereitet. Chapeau.

Unser letzter Stop ist Lawa Island. Eigentlich wollen wir hier ins Wasser springen, aber schon bei der Anfahrt ruft Jack, dass niemand ins Wasser soll, da er eine Feuerqualle entdeckt hat.

Ich bleibe dieses Mal an Bord und Sandra fährt mit dem Kayak wieder zu einer Höhle (unsere Aufteilung heute ist eher suboptimal). Danach kann sie sich aber noch ein paar Minuten an den netten Strand legen.

Das letzte Highlight des schönen Ausflugs ist ein Stachelrochen, den Sandra dabei beobachtet, wie er aus dem Wasser springt.

Nach der Ankunft im Hafen und der kurzen Fahrt zurück zur Basis verteilen sich schnell alle auf die verschiedenen Taxen. Müde tuckern wir wieder eine Stunde lang über die Insel.

Unser Abendessen findet heute direkt am Strand neben unserem Ressort statt und danach sehen wir zu, dass wir schnell ins Bett kommen.

 

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