Turteeeeeels :)
14. Mai 2018
Cassowary-Jagd für Anfänger
14. Mai 2018
 

Tag 5 | Palm Cove – Atherton Tablelands – Mission Beach

Von Planschbecken und Busladungen

Unser Tag startet mit einem fantastischen Frühstück im Chill Cafe direkt an der Strandpromenade von Palm Cove. Dass die Preise in Australien nicht ganz ohne sind hatten wir schon vorher gehört, aber ganz so happig hatten wir es eigentlich nicht erwartet.

Beim auschecken versichert uns unser Host noch, dass wir in Mission Beach auf jeden Fall Cassowaries sehen werden („They‘re f***ing everywhere“). Er beschreibt uns aber auch noch sehr anschaulich, wie diese Tiere uns bei einer Begegnung höchstwahrscheinlich mit ihren Krallen zerfetzen und wir unsere Eingeweide danach außerhalb unserer Körper wieder finden würden. Außerdem bekommen wir noch einige enthusiastische Wasserfall-Tipps für die Atherton Tablelands (damit wir unsere letzten Stunden auf Erden wenigstens noch genießen können).

Wir rüsten uns im Supermarkt mit Mittagessen und Getränken aus und starten zunächst von der Küste bergauf wieder in den nebeligen Regenwald.

Outlook auf dem Weg in die Tablelands mit Blick in Richtung Süden.

Dahinter erwartet uns zunächst eine Hochebene mit vielen Farmen.

Unser erster Stopp ist der „Curtain Fig Tree“. Hier Hat sich der Samen eines Feigenbaums auf einen anderen Baum gesetzt, Wurzeln bis zum Boden gebildet, sich dann durch weitere Wurzeln um seinen Wirt geschlungen, welcher dann auf einen benachbarten Baum viel. Die Feigen-Wurzeln suchten sich nun den kürzesten Weg in Richtung Boden und nachdem der erste Baum verrottete steht dort nun ein mehr oder weniger freischwebender Feigenbaum auf seinen Wurzeln. Ein beeindruckendes Bild.

Weiter geht es zu den Malanda Falls. Ein wirklich nettes Besucherzentrum mit enthusiastischen Mitarbeitern lässt Großes erahnen und wir rüsten uns für eine nette Wanderung aus…nur um dann einen Badetümpel mit Mini-Wasserfall direkt neben der Straße zu finden. Ein paar Meter weiter finden wir immerhin noch ein paar Mini-Schildkröten im Fluss.

Im Besucherzentrum hatte man uns eine Teefarm in der Nähe empfohlen, auf der man Baumkängurus finden soll. Dort angekommen gibt es aber irgendwie keinen richtigen Anlaufpunkt oder Wanderwege und so rauschen wir unverrichteter Dinge wieder ab.

Alle Hoffnung ruht nun also auf dem Waterfall Circuit, der als nächstes auf unserer Liste steht.

Wasserfall Nr. 1, die Millaa Millaa Falls, sind eigentlich ganz schön – hätte nicht jemand die glorreiche Idee gehabt, den Parkplatz direkt daneben zu bauen. Das ist schön für die Leute, die nicht ganz so gut zu Fuß sind sowie für die asiatischen Busladungen, deren Gefährte mit laufenden Motoren für ein besonderes Ambiente sorgen, für jemanden der ein Stück Wildnis erwartet aber eher suboptimal. Wir sind allerdings auch verwöhnt von den letzten beiden einsamen Boardwalks.

Die Wahrheit…

…und die Version für den Reiseführer

Wir essen unseren Salat umzingelt von ein paar Truthähnen und ziehen durch eine spannende, grüne Hügellandschaft weiter zu Wasserfall Nr. 2.

Bei den Zillie Falls erwarten wir nach den beiden letzten Stops eigentlich, dass wir mit dem Auto praktisch unter den Wasserfall fahren können und die Selfie Sticks schon parat liegen. Dass wir daher nur mit „normalen“ Schuhen den Parkplatz verlassen bereuen wir aber schnell.
Ein matschiger Pfad führt uns in Richtung Wasser und meine „Ausgehschuhe“ bekommen für den Rest der Reise eine schöne, neue, rot-braune Färbung.

Es dauert nicht lange, bis ich auf meinen vier Buchstaben lande, außer einer kleinen Prellung an der Hand ist aber nichts passiert. Irgendwie kommen wir halb kletternd, halb rutschend unten an und endlich kommt ein kleines Abenteuergefühl auf, zumal nur ein Bruchteil der Touris von eben den Weg hier runter antritt.

Hoch geht es dann wieder deutlich einfacher und wir setzen unseren Weg fort.

Die Ellinjaa Falls sind wieder durch angelegte Wege und Treppen zu erreichen und wirklich schön anzuschauen. Ein paar Kinder planschen unter den Wassermassen aber wir sind nach ein paar entspannten Minuten auch schon wieder unterwegs, da uns langsam die Zeit ausgeht und wir noch ein paar Meter zu fahren haben.

Durch den Wooroonooran Nationalpark fahren wir durch den Regen wieder zurück in Richtung Küste nach Mission Beach und über den Cassowary Drive gelangen wir zu unserer Unterkunft in einer ruhigen Wohngegend direkt am Regenwald.

Im Gegensatz zur letzten Nacht haben wir mit dem Driftwood BnB dieses mal eine Premium-Villa erwischt. Die beiden Betreiber Evelin und Jim haben das Haus liebevoll eingerichtet und wir bereuen direkt, dass wir hier nur eine Nacht lang bleiben werden. Eine kleine Pool-Session können wir noch einlegen, besuchen dann noch den Strand in Mission Beach und gehen anschließend essen, um direkt danach um halb 10 in unser Bett zu fallen, wo wir wieder mal von Dschungelgeräuschen begleitet schnell einschlafen.

 

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