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Tag 46

Turangi – Taupo

Wir schlafen uns erst mal richtig aus und frühstücken dann im Sonnenschein auf unserer Terrasse. Alan und Lynn gehen in die Kirche, so dass wir uns von ihnen verabschieden und dann selber unsere sieben Sachen zusammenpacken und am gleichnamigen See entlang in Richtung Taupo fahren.

Wir haben für heute, genauso wie für die kommenden Tage ausnahmsweise nicht wirklich einen Plan, also besuchen wir erst mal die i-Site in Taupo. Hier empfiehlt man uns den Besuch der Thermal Hot Pools am Waikato River, einer heißen Quelle, weshalb wir den kurzen Weg dort hin fahren und uns vor Ort in unsere Badekleidung werfen. Es ist relativ voll und wir müssen uns unseren Weg zu den warmen Teilen des kleinen Flusses, der hier in den Waikato River fließt, an den anderen Besuchern vorbei suchen. Da das heiße Wasser der Quelle hier auf den kalten Hauptstrom trifft, ist das hier wortwörtlich ein Wechselbad der Gefühle, aber eine schöne Erfahrung. Unsere Wassersocken sind heute übrigens Gold wert.

Wir fahren für unser Mittagessen und einen kurzen Einkauf zurück nach Taupo, von wo aus wir zu einer der Hauptattraktionen der Gegend fahren, den Huka Falls.
Wie zu erwarten war, sind die Wasserfälle ein typischer Touristenort, unserer Meinung nach aber gerade im Vergleich zu vielen anderen Wasserfällen nicht wirklich ein „Must Do“.

Von hier aus machen wir noch einen Abstecher zu den „Craters of the Moon“, die wir aber im Endeffekt aus reiner Faulheit und Geiz nicht besuchen (wir wollen nach gestern irgendwie nicht so gerne wieder wandern), sowie zu einem Lookout, der sich als Aussichtsplattform auf ein geothermales Kraftwerk entpuppt – auch nicht ganz unser Interessengebiet.

Immerhin haben wir aber inzwischen genug Zeit totgeschlagen, um in unser AirBnB einzuchecken.
Laura und Sorin empfangen uns ziemlich überschwänglich in ihrem Haus und wir sitzen erst mal eineinhalb Stunden zusammen und quatschen – unter anderem über die scheinbar nicht vorhandene Kriminalität. Ich erkläre, dass wir bei uns zu Hause niemals die Türen offen lassen würden, da es viel Diebstahl gibt, unter anderem von Banden aus Rumänien, die dann auf Grund der nicht vorhandenen Grenzen relativ unbehelligt mit ihrem Diebesgut zurück nach Hause fahren können. Tja, wie sich herausstellt kommen die beiden natürlich aus Rumänien, aber wir haben nicht das Gefühl, dass sie mir das übel nehmen.
Sie erzählen, dass sie nach elf Jahren langsam wissen, in welchen Stadtteilen von Taupo sich die Gangs bewegen. Moment mal – Gangs? Das passt so gar nicht in unser Bild von Neuseeland bisher. Wie ich später recherchiere hat Neuseeland sogar den höchsten Anteil von Gang-Mitgliedern pro Einwohner weltweit, hauptsächlich Maori und Polynesier.
Zum Glück bleibt das bis zum Ende unserer Reise reines Wikipedia-Wissen.

Die beiden sind scheinbar nur teilweise glücklich in Neuseeland und Sorin vermisst hauptsächlich das europäische Essen (wir haben langsam auch genug Burger gegessen) und die heimische Architektur, während wir zwei eigentlich gerade die einstöckigen Bungalows sehr gerne mögen.

Zum Abendessen bringt uns Sorin selbst angebautes Gemüse, was perfekt zu unserem Salat passt, so dass wir mit gut gefüllten Mägen Sandras neue Lieblingssendung „Married at first Sight Australia“ schauen können, bevor wir uns ins Land der Träume verabschieden.

 

 

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