Selamat tinggal Borneo
29. März 2018
 

Tag 86

Kuala Lumpur – Singapur

Um vier Uhr klingelt schon wieder der Wecker und wir schleppen unsere müden Knochen mitsamt Gepäck zum Self Drop Off. Leider haben wir ein Kilogramm zu viel davon und da unser erster Rucksack direkt aufs Laufband gezogen wurde, muss ich schnell ein paar Klamotten aus meinem holen, damit es doch noch klappt.
Wenn man sieht, dass einige Leute mit ihrem kompletten Reisegepäck in die Kabinen laufen fragen wir uns eh, warum wir immer darauf achten, dass die Gewichtsgrenzen einigermaßen eingehalten werden.

Wir haben gerade noch Zeit uns einen Kaffee zu kaufen, dann geht es auch schon ins Flugzeug, das uns in ca. einer Stunde nach Singapur bringt. Dort, wo alles begonnen hat.

Hier holen wir unsere Rucksäcke und fahren mit dem Bus in ein anderes Terminal, von wo aus wir heute Abend weiter nach Deutschland fliegen wollen.
In einer zeimlich komplizierten Umpack-Aktion füllen wir einen Daypack mit allen Dingen, die wir für den heutigen Tag brauchen. Alles andere geben wir zur Aufbewahrung ab und laufen dann zur Bahnstation. Unsere geliebte, saubere, singapuristische Bahn 🙂
Leider entpuppt sich die heutige Fahrt als nicht ganz so komfortabel, wie die Fahrten bei unserem ersten Besuch. Auf dem Weg zum Zoo, in dem wir den heutigen Tag verbringen wollen, müssen wir vier mal umsteigen und kommen nach einer langen Busfahrt durch den Stau schließlich nach fast zweieinhalb Stunden dort an. Das Frühstück im Zoo und nicht am Flughafen stattfinden zu lassen entpuppt sich als eher unkluge Entscheidung, lecker ist anders.

Auf die Hitze und das Kindergeschrei haben wir uns allerdings schon vorher mental eingestellt, so dass wir am Ende einen schönen Tag im wirklich nett angelegten Park zwischen Elefanten, Tigern und Affen verbringen. Interessant auch die Tiere, die wir in den letzten Tagen und Monaten in der Wildnis gesehen haben, von Nahem betrachten zu können. Trotzdem ist das Erlebnis natürlich nicht annähernd vergleichbar.

 

Highlight des Zoos sind für uns die Orang-Utans, die sich mehr oder weniger frei durch die Baumwipfel bewegen dürfen. Einzig der Weg auf die Gehwege ist durch Elektrozäune gesichert, aber immer noch besser als sein Leben in einem kleinen Gehege zu verbringen.

Am Ende gibt es sogar noch einen persönlichen Höhepunkt, der außer uns keinen der anderen Besucher interessiert: Im australischen Teil soll es Cassowarys geben. Dumm nur, dass wir es wieder mal schaffen, sie nicht zu sehen. Aber nach einer Ehrenrunde kann Sandra doch noch ein Tier hinter einigen Bäumen ausmachen. Er sieht übrigens nicht so aus, als ob er uns “die Eingeweide rausreißen” würde 😉 .
Für uns schließt sich so der Kreis von unserer ersten Station im Daintree Nationalpark bis zum Ende unserer Reise.

Der Rückweg zum Flughafen in der verhältnismäßig eisigen Bahn gestaltet sich glücklicherweise etwas schneller als der Hinweg, aber vor Müdigkeit nehmen wir sowieso nicht mehr allzuviel wahr.

Wir sind früh dran und können noch in Ruhe etwas essen, bevor wir unser Gepäck abholen. Das Beste: Dank der zusätzlich verfügbaren Kilogramm auf dem Lufthansa Flug darf ich zum ersten mal normale Schuhe im Flugzeug anziehen und muss nicht aus Gewichtsgründen meine in Neuseeland erworbenen Robocop-Klötze tragen. Den Schweiß des sonnigen und heißen Tages werden wir in der Dusche des Transit-Hotels los, die allerdings drei mal so viel kostet wie eine Übernachtung auf Bali. Unsere Sitznachbarn werden es uns aber danken.

Nachdem wir den Rest der Zeit in einem Café vertrödelt haben sitzen wir schließlich kurz vor Mitternacht etwas Wehmütig im Flugzeug, wo wir auf dem fast 13-stündigen Flug dank des langen Tages endlich mal richtig schlafen können.

 

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