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Tag 12 | Seaforth – Emu Park

Am Strand mit Kängurus

Als wir um 4 Uhr aufstehen, ist es draußen noch stockdunkel. Wir schmeißen uns schnell unsere Klamotten über und fahren relativ langsam in Richtung Cape Hillsborough, da wir ständig befürchten, irgendetwas könnte vor uns auf die Straße hüpfen. Auf dem Parkplatz sind erst zwei andere Autos und wir hüpfen über die letzte Düne zum Strand runter.

Anfangs sehen wir nur einen leeren, finsteren Strand. Nach einigen Sekunden nehmen wir rechts von uns einige Gestalten wahr und im näher kommen erkennen wir vier Wallabies am Strand.
Die Tiere kommen hier ans Wasser, um im Sand nach Krebsen zu suchen.
Weiter hinten entdecken wir zwei weitere Menschen, aber sonst ist der Strand noch vollkommen leer und still.

Wir nähern uns langsam an, halten gebührenden Sicherheitsabstand und ich nutze das erste Tageslicht das die Bucht erreicht für einige Gegenlichtaufnahmen, während die Tiere mehr oder weniger gleichgültig unsere Anwesenheit zur Kenntnis nehmen. Ein wirklich magischer Moment in völliger Ruhe.

Als ich mich irgendwann umdrehe, stehen plötzlich 20 weitere Menschen hinter mir. Letztendlich teilen wir uns den (sehr weitläufigen) Strand mit ca. 40 Menschen und 10 Wallabies, aber die 20 Minuten, die wir dank des Tipps unserer Vermieterin früher losgefahren sind, haben uns schon vorher einen unvergesslichen Moment ermöglicht.

Die Wallabies sind sichtbar an Menschen gewöhnt, hüpfen fröhlich auf uns zu und stellen sich direkt neben uns. Zum Glück wissen sich überraschenderweise fast alle Anwesenden zu benehmen (bis auf eine Dame, die immer wieder direkt vor die Tiere springt, um sie zu fotografieren) und niemand versucht die kleinen Kängurus anzufassen oder füttert sie. Es hält tatsächlich auch jeder die Klappe und so bleibt es trotz der vielen Menschen irgendwie ein intimes Erlebnis.

So schnell es heller wird, so schnell haben nach 30 Minuten auch alle ihre Fotos geschossen und wir sind schon wieder mit den letzten Wallabies und vier Menschen alleine am Strand und genießen den Moment.

Wir sind noch immer nicht ganz wach und fahren wieder zurück in unsere Bude, wo wir im Bett frühstücken und den Film vom letzten Abend zu Ende schauen (Sandra ist völlig entsetzt, dass sich Bridget Jones gegen McDreamy entscheidet…), bevor wir die Augen noch mal für ein, zwei Stunden zu machen.

Weiterhin etwas verschlafen hitten wir wieder die Road in Richtung Rockhampton und Emu Park, natürlich nicht ohne dass ich vorher meine Schuhe von Wallaby Hinterlassenschaften befreie (Wallabies essen scheinbar übrigens nicht so viele Beeren wie Cassowaries…oder sie haben ein besseres Verdauungssystem).

Nach einem Lunch in der nächsten größeren Stadt Mackay geht es zurück auf den Bruce Highway und die 400km lange Fahrt durch die Einöde ist nicht sonderlich spannend. Bis Rockhampton gibt es keine richtige Stadt mehr und nach der Überfahrt des dritten „Alligator Creek“ und des „10, 13 und 14 Mile Creek“ starte ich das „Creek Bingo“. Spoileralarm!: eine Zahl zwischen 3 und 15 wird am Ende fehlen. Um die Fahrer bei Laune zu halten gibt es am Straßenrand übrigens kostenlosen Kaffee (Driver Reviver), Quizfragen auf Schildern (nachdem wir die erste Frage nach dem höchsten Berg von Queensland noch spielend leicht beantworten können, kacken wir bei allen weiteren Fragen in den nächsten Tagen komplett ab) und Warnungen (Rest or RIP, don‘t sleep and drive).

In Emu Park steuern wir das „Emu‘s Beach Resort“ an, welches eigentlich eine Backpacker Absteige ist und hüpfen kurz in den Pool. Im Ort ist nicht viel los und auf der Suche nach etwas Essbarem schickt man uns die Capricorn Coast entlang in Richtung Norden nach Yeppoon.
Nach einem guten Abendessen im “Vue” machen wir, was wir am besten können: Früh schlafen gehen.

 

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