Tag 11

Great Barrier Reef – Airlie Beach – Seaforth

Nach einem weiteren frühen Frühstück (btw: hat jemand mal „Vegemite“ probiert? Sieht aus wie Nutella, schmeckt aber wie komprimierte Brühe-Würfel und ist das Ekligste, was ich jemals als Brotaufstrich probiert habe – Brent verdrückt trotzdem ein ganzes Sandwich damit) gehen die 8 verbliebenen Tauchwilligen noch mal ins Wasser. Wir suchen hauptsächlich Adlerrochen im Sand – natürlich finden wir aber keine (die Tauchgänge mit den Haien und Schildkröten fanden leider auch ohne uns statt). Sonst passiert nicht viel, so dass das Highlight am Ende des Tauchgangs kommt, als Brent uns mit dem Dingi an einer Leine hinter sich her zum Schiff zieht.

Dann müssen wir uns auch schon wieder auf den 6-stündigen Weg in Richtung Festland machen. Ich habe mir am Tag zuvor den Rücken fies verbrannt (hauptsächlich durch Wasserrefelktionen, ich war den ganzen Tag im Schatten) und so bleibe ich auf den ungemütlichen, aber überdachten Bänken im hinteren Bootsteil und versuche die Zeit totzuschlagen.

Zurück an Land sind dann plötzlich alle schnell in alle Winde verstreut und wir bewegen und mit verschiedenen Mailadressen und Handynummern im Gepäck zurück in Richtung Parkplatz.

Bei „Coles“ decken wir uns mit Lebensmitteln ein und düsen den Bruce Highway runter in Richtung Süden. Zunächst sehen wir hauptsächlich Rinderfarmen, nachdem wir in Richtung Cape Hillsborough abbiegen wird die Landschaft aber wieder grüner und hügeliger.

In Seaforth angekommen finden wir ein schönes und sauberes Appartment vor.

Wir wollen am nächsten Morgen die Wallabys im Cape Hillsborough National Park beobachten und bekommen von unserer Vermieterin den Tipp, möglichst schon ab 4.30 Uhr / 5 Uhr dort zu sein, nicht erst um 5.30 Uhr was sich am nächsten Tag noch als goldrichtig erweisen wird.

Wir trödeln noch ein wenig rum, bevor wir zu Fuß den kurzen Weg zum Ortskern in Angriff nehmen, um in der Post (?!) einen Happen zu essen. Es ist inzwischen schon dunkel und wir sehen im Landesinneren ein heftiges Gewitter aufziehen, während wir beide noch ein kleines „nachschaukeln“ vom Boot haben.

Über uns raschelt etwas im Baum und ein paar Sekunden später schlägt einen Meter neben Sandra etwas großes auf dem Boden ein. Eine kurze Untersuchung zeigt: Eine Mango hatte es auf sie abgesehen. Kurz darauf regnet es die nächste Frucht etwas weiter entfernt und wir machen ab jetzt große Bögen um alle Bäume.

Der/die/das Shop/Post/Restaurant hat leider schon geschlossen als wir ankommen und auch der Rest des Ortes ist komplett ausgestorben. Wir hatten noch einen weiteren Tipp die Straße runter bekommen und holen unser Auto, um dort hin zu gelangen. Auch hier sieht es eher nach Horrorfilm als nach Gasthaus aus, was für uns bedeutet, dass wir mit dem für den nächsten Tag vorgesehenen Salat mit ein paar Nüssen als Abendessen leben müssen.

Wir schauen etwas Fernsehen (auf dem Festplattenreceiver befinden sich Massen an scheinbar nicht ganz legal erworbenen Filmen), skypen mit Sandras Eltern und ich habe um 22 Uhr noch ein Hochzeits-Vorgespräch vereinbart, so dass wir um 23.30 Uhr unsere Wecker auf 4 Uhr stellen und einschlummern.

 

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