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14. Januar 2018
 

Tag 10 | Whitsundays – Great Barrier Reef

Auf Tauchstation

Um 5.30 werden wir geweckt, um nach dem Frühstück direkt mit dem ersten Tauchgang zu starten. In 3 Gruppen geht es nacheinander ins Wasser. Wir tauchen als zweite Gruppe vom Dingi aus zusammen mit Nelle und Chris sowie unserem Guide Valerio.

Der Tauchgang ist bis auf einen Spotted Stingray (Gefleckter Stachelrochen) eher ereignislos, ist aber auch in erster Linie zum eingrooven gedacht und passt gut zu unserer entspannten Art zu tauchen.

Nach uns gehen noch die „First-Timer“ ins Wasser, die gestern auf dem Boot ihre Theorie gemacht haben.

Dann setzen wir die Segel und tuckern (wenn auch vom Motor unterstützt) 3 Stunden lang von den Whitsunday Islands aus in Richtung Great Barrier Reef, genauer gesagt zum „Bait Reef“, 64km vom Festland entfernt.

Nach dem Lunch gehen wir wieder mit unserer 5er Gruppe ins Wasser. Der Tauchgang ist sogar noch etwas entspannter als der erste und wir tauchen durch einige „Schluchten“, sehen einen wirklich großen Napoleon Lippfisch, Papageienfische und zu guter letzt entdecke ich in einer 1,5m engen Schlucht eine Muräne neben meinem Kopf, was mich erst mal dazu veranlasst gegen die andere Seite der Schlucht zu titschen. Die Tiere sind zwar normalerweise ganz entspannt, aber so nah und ohne Ausweichmöglichkeit muss es dann doch nicht sein.

Direkt nach dem Tauchgang lassen wir uns vom Dingi wieder zum Riff fahren, um zu zweit eine Runde zu schnorcheln. Vom Riff selber sind wir leider ein wenig enttäuscht, weil viele Korallen tot sind und es lange nicht so farbenfroh ist, wie wir es erwartet hatten. Wir fragen später Valerio und er erklärt uns, dass ein Zyklon letztes Jahr große Teile dieses Abschnitts zerstört hat.

Beim Schnorcheln können wir unsere ständige Begleiter, die Trevallys, etwas genauer unter die Lupe nehmen. Irgendwie sehen die grimmig aus und ganz klein sind die auch nicht, also hüpfen wir lieber wieder aufs Boot.

Den Rest des Tages verbringen wir quatschend mit unseren Mitreisenden und der Crew. Bei unserer Segeltour auf den Seychellen war die Crew noch dazu angehalten, sich nicht mit den Gästen zu unterhalten, was wir irgendwie schade fanden. Dieses mal ist das anders und wir haben im Gegenteil das Gefühl, dass die drei Jungs das Gespräch mit allen Gästen suchen und sich gut um alle kümmern – wie wir uns insgesamt gut aufgehoben fühlen und eine nette Atmosphäre herrscht.

Die Crew ist professionell, es gibt keine Probleme während unserer Tour und auf jeden wird Rücksicht genommen. Auch auf Rob, der komischerweise immer noch lebt, auch wenn er sich neben seiner Verletzung inzwischen so wie ich schon zig mal den Schädel an den niedrigen Decken gestoßen hat.

Mit dem verbrannten Rücken, den ich mir heute ausschließlich mit Hilfe der Wasserreflexionen abhole, habe ich noch die nächsten drei Tage Spaß, unserer guten Laune tut das aber keinen Abbruch. Während bis auf ein Privatboot alle anderen Schiffe wieder das Riff verlassen müssen, sind wir das einzige kommerzielle Bott, das hier draußen übernachten darf.

Fernab von jeglicher Licht-Verschmutzung lassen wir den Tag gemeinsam unter dem sternenreichsten Himmel, den wir je gesehen haben ausklingen. (Versucht übrigens mal auf einem Boot den Sternenhimmel zu fotografieren… 😉 )

Das Highlight des Schiffs: Der Dosen-Crusher. Nur die besten können ihn bändigen.

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