Tag 9

Airlie Beach – Whitsundays

Es geht los – Für Sandra beginnt heute eines der absoluten Highlights unserer Reise – ich selber finde es auch nicht ganz so schlimm 😉

Wir haben im Vorhinein eine 3-tägige Tour auf einem Segelboot – der „Kiana“ gebucht. Wichtig war uns dabei, dass nicht zu viele Menschen an Bord sind und wir die Möglichkeit haben, am Great Barrier Reef zu tauchen.

Unser Auto parken wir für 24$ direkt am Hafen uns treffen dort auf unsere Mitreisenden.

Rob kommt aus Liverpool, wohnt in Schottland und ist alleine unterwegs, Nelle uns Chris aus San Diego holen ihre Hochzeitsreise nach. Aus England ist eine komplette 5-köpfige Familie mit dabei (witzigerweise kennen sich sich ein Crewmitglied und eine Tochter der Familie wohl zufällig von einem Dive-Instructor Kurs in Utilla, Honduras) und vier weitere Deutsche haben wir ebenfalls an Bord – Jeremy (ist halb Norweger / halb Amerikaner, aber in Deutschland aufgewachsen) und Agnes, deren Tante Doris und ihr Mann Georg (die beide kein Englisch sprechen, so dass Agnes simultan übersetzt). Interessanterweise erfahren wir später, dass sie wie wir auch eher versuchen, anderen Deutschen aus dem Weg zu gehen.

Irgendwie ist es einfach nicht richtig, ans andere Ende der Welt zu fahren, nur um dann die selben Leute wie zu Hause zu treffen und die gleiche Sprache zu sprechen.

In Neuseeland erwarten wir nachdem ich zwei entsprechende Facebook Gruppen verfolge leider fast schon Mallorca-ähnliche Massen von Deutschen.

Unsere Crew besteht aus Valerio (unser Dive-Instructor – er kommt aus Italien, ist in Australien aufgewachsen, aber hat lange in Thailand gelebt), Brent (der Captain, Australier) und Ludo (Koch, kommt aus Frankreich, aber lebte lange auf Bali).

Wir sind natürlich die einzigen, die mit Wanderschuhen das Boot betreten (wenigstens sind es keine Sandalen), aber Schuhe trägt man an Bord sowieso nicht.

Unsere Kabine ist winzig (noch winziger als auf unserem Boot auf den Seychellen) und wir schlafen in einem Doppelstockbett. Das Boot läuft aus und wir tuckern in Richtung unseres ersten Stopps – Whitsunday Island.

Im Hook Island Channel gibt es zunächst Lunch, bevor wir „Tongue Bay“ ansteuern, wo wir mit dem Dingi an Land gehen.

Wir stapfen bergauf durch den Wald und werden schließlich mit einem überwältigenden Blick auf Whitehaven Beach belohnt.

Durch die Gezeiten sieht dieser Strand ständig unterschiedlich aus und über die Gründe für den komplett weißen Sand streiten sich die Gelehrten (und die ungelehrten).

Als nächstes führt unser Weg runter zum Strand selber.

Ich nutze die Gelegenheit für einen 10-minütigen Ausflug in mein Arbeitsleben. Dafür hatte ich schon vorher Nelle und Chris gefragt, ob sie Bock auf ein Mini-Shooting im Sand haben.

Sandra schlüpft in der Zeit schon mal in ihren Stinger Suit und zusammen unternehmen wir einen kleinen Ausflug ins warme Meer.

Nach einer Stunde am Strand müssen wir schon wieder zurück zum Dingi (ohne Schatten hätten wir es aber sowieso nicht viel länger ausgehalten).

 

Rob hat eine kleine Wunde am Bein und wir sind uns sehr sicher, dass er von irgendeiner Qualle angefallen wurde und nicht mehr lange zu leben hat. Bleibt halt mehr Essen für uns übrig.

Unser Schiff steuert als nächstes die Luncheon Bay bei Hook Island an, wo wir für die kommende Nacht ankern. Über uns kreist ein Seeadler, unter uns sammeln sich „Batfish“ und „Giant Trevallys“ (die man bei „Planet Earth“ dabei beobachten kann, wie sie Möwen von der Wasseroberfläche fangen).

Nach einem Snack und dem gemeinsamen Abendessen beziehen wir unsere Betten, die direkt Wand an Wand mit der Toilette liegen. Wir machen den Fehler die Klimaanlage nicht anzuschmeißen, was unsere eingeengte Nacht nicht unbedingt besser macht.

 

1 Kommentar

  1. Ralf sagt:

    Bei so schönen Bildern und so launigen Kommentaren freue ich mich auf die weiteren Erzählungen.

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