Verhandlungssache
16. März 2018
Sweet nothing
18. März 2018
 

Tag 73

Gili Layar

Nachdem um vier Uhr Strom und Klimaanlage ausgehen (und auch täglich erst um 18 Uhr wieder angeworfen werden) wachen wir heute zur Abwechslung mal schon schweißgebadet auf. Immerhin hat unser Mückennetz scheinbar jegliches Krabbelviech abgehalten.
Nach dem Frühstück lassen wir es uns erst mal im Sitzsack gut gehen, bevor wir uns mit Maske und Schnorchel ins Meer stürzen.

Das Riff beginnt bereits sehr nah am Strand und wir konnten schon gestern beobachten, wie viele Besucher mitten in bzw. auf den Korallen standen. Umso erstaunlicher ist es, dass wir unter Wasser ein farbenfrohes und fischreiches Riff vorfinden, wie wir es bisher selten gesehen haben.
Sandra entdeckt einen giftigen Steinfisch auf dem Meeresboden und immer wieder sind wir umgeben von großen Schwärmen.

Als wir nach einer Stunde um Strand zurück kehren ist dieser inzwischen ordentlich mit Tagesausflüglern gefüllt.
Wir machen es uns auf unseren Liegen unter ein paar Bäumen gemütlich, in denen wir verschiedenste Bewohner finden, unter anderem eine riesige gelb-schwarze Spinne, die ihr Netzt direkt über unseren Köpfen gebaut hat.
Außerdem scheinen irgendwelche Insekten pausenlos ihr Geschäft über uns zu verrichten, denn alle 10 Minuten müssen wir unsere Körper von jeder Menge Minikötteln befreien. Wir Verdächtigen die kleinen, grünen Raupen, die sich ab und zu an Fäden zu uns herunter hangeln. Irgendwann ist es dann aber auch egal und wir lassen uns von einer fünfköpfigen Gruppe französischer Taucher unterhalten, die ihre Ausrüstung im Wasser zusammenbauen und anlegen. Keine Ahnung, ob das eine gängige Praxis ist, wir machen uns normalerweise außerhalb des Wassers fertig.
Die nächste Stunde(!) verbringen wir dann damit zu beobachten, wie eine der Damen vergeblich versucht abzutauchen. Aber auch zusätzliche Gewichte und die verrücktesten Techniken helfen nicht und so ziehen die fünf nach einer Stunde Rumgehampel erfolglos wieder ab.

Als nächstes werden ganze Horden von Menschen am Strand abgesetzt, die mit Schlafsachen, Lebensmitteln und Musikinstrumenten an uns vorbeiziehen und im Gebüsch verschwinden. Heute ist landesweiter Feiertag (hinduistisches Jahresende bzw. morgen der bereits beschriebene Day of Silence) und die Leute verbringen das Wochenende wohl auf der Insel.

Wir beenden unseren äußerst aktiven Tag nachdem ich noch mal kurz im Wasser war mit einem Abendessen, das zum Glück besser ist als der Burger gestern und ziehen in unsere Hütte um, wo Heinzi der Hausgecko (Sandra hat ihn anhand des Gesichtes als die Echse von gestern identifiziert(!), daher bekommt er natürlich einen Namen) bereits auf uns wartet und über uns wacht.

 

 

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