Der Weg ist das Ziel
22. Mai 2018
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Das Comeback der Spotting Kings

 

Tag 22 | Twizel – Dunedin

Das Comeback der Spotting Kings

Wir starten unseren Tag nach einer schnellen Portion Müsli indem wir noch mal zurück zum Lake Pukaki fahren, weil wir gestern einfach zu fertig waren, um uns dort in Ruhe umzuschauen und finden uns dort auf einem Campingplatz inmitten von „Buschkackern“ wieder. Zur Erklärung: in Neuseeland gibt es ein großes Problem mit Freedom Campern, die in Autos übernachten, die nicht dafür ausgerüstet sind. Durch die immer größer werdenden Touristenmassen dieser Art haben immer mehr Kommunen mit den unschönen Hinterlassenschaften einiger von ihnen zu tun. Die Leute auf den Campingplätzen haben natürlich ein (Plumps) Klo zur Verfügung und wir verallgemeinern ja nicht (auf keinen Fall), aber seitdem wir das wissen, sind für uns alle Leute in diesen Gefährten nur noch die Buschkacker (sorry an all die netten Buschkacker, die wir unterwegs kennengelernt haben) ;).

Vom See fahren wir zu den Clay Cliffs, einer Felsformation mitten im Nirgendwo. Man schmeißt an einem unbewachten Tor auf Vertrauensbasis 5$ in einen Kasten und öffnet sich dieses dann selber.
Über eine lange Schotterpiste erreichen wir den Parkplatz und laufen in Richtung der Klippen. Mit meinem Fuß ist mir der felsige Weg zu riskant und so muss mir Sandra nachher auf Handyfotos zeigen, wie es innerhalb der Felsformation aussieht.

 

Parallel zum Waitaki River fahren wir wieder zur Ostküste nach Oamaru, wo es eine Blau- und eine Gelbaugenpinguin Kollonie gibt. Da die Blaupinguine sich erst in den Abendstunden blicken lassen, müssen wir mit den anwesenden Robben vorlieb nehmen (was natürlich auch nicht schlecht ist). Einige von ihnen wälzen sich in der Sonne, andere spielen im Wasser neben uns.

Bei den Gelbaugenpinguinen sieht es ähnlich aus. Allerdings wird hier ein Auftauchen der Tiere zusätzlich erschwert, da sich natürlich ein paar Leute nicht um gesperrte Wege kümmern oder darum, dass auf einem großen Schild erklärt wird, dass die Pinguine nicht an den Strand kommen, wenn Menschen darauf sind. So bleiben einige Robben und eine nervige Drohne unsere einzigen Sichtungen und wir fühlen uns an alte Zeiten mit vergeblichen Tier-Suchen erinnert.

Weiter geht es an der Küste entlang zu den Moeraki Boulders, einer typischen Touristen Attraktion. Wir kommen auf die phänomenale Idee unser vor Ort gekauftes Mittagessen am Strand zu essen und haben  anschließend einige Mühe damit, es nicht durch den Wind auf selbigem zu verstreuen.
Die Steine sind ganz interessant und eine tolle Posing und Selfie Vorlage für die Touristen, die sich allerdings am Strand gut verteilen (schön wie ich immer so tue, als ob wir nicht selber ein Teil davon wären, oder? 😉 ).

Unser Weg führt uns weiter nach Dunedin (dessen Aussprache wir nach unzähligen Korrekturen in den letzten Tagen noch immer nicht beherrschen, in etwa „Deniiiden“). Wir hatten als optionales Ziel für den Tag noch die sich anschließende Otago Halbinsel mit ihren Albatrossen und Robben auf dem Zettel, haben aber für heute genug und checken in unserem BnB ein. Von 34 Grad heute mittag in Twizel sind wir inzwischen bei schattigen 16 grad gelandet. Genau wie die Landschaften, verändern sich scheinbar in Neuseeland auch die Temperaturen innerhalb weniger Kilometer drastisch.

Nach einer kleinen Mail und Arbeitsrunde laufen wir über die ziemlich steile View Street (dass die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street, direkt um die Ecke liegt, haben wir scheinbar im Reiseführer überlesen) ein paar Meter zu einer fantastischen Pizzeria in einem alten Hotel und lassen anschließend zurück in unserer gemütlichen Hütte den Tag ausklingen.

 

 

1 Comment

  1. Ralf sagt:

    Touristen sind immer die anderen!

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