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Tag 75

Gili Layar – Labuan Bajo

Wir müssen mal wieder packen. Dieses Mal bereits um 5.30 Uhr. Um kurz nach sechs taumeln wir über den Strand und zunächst sieht alles verlassen aus, doch zu unserer Überraschung ist dann nicht nur ein neuer Manager da, der auch noch nett und kompetent zu sein scheint, sondern auch unser Frühstück ist rechtzeitig fertig. Nur unser Boot, dass ja auf jeden Fall schon um sechs da sein sollte ist nirgendwo zu sehen.

Wir frühstücken erst mal etwas angespannt und blicken aus dem offenen Strandrestaurant aufs Meer, wo wir jeden kleinen Punkt am Horizont analysieren.
Die Zeit vergeht und wir haben schon lange aufgegessen, aber auch um 7 Uhr ist noch kein Boot zu sehen, das auch nur annähernd Kurs auf unsere kleine Insel nimmt.
Dann schießt ein kleiner Fleck zwischen den Inseln hervor und wir rätseln bei jeder Kurve, ob es wohl auf uns zu kommt. Mit 20 Minuten Verspätung ist es dann tatsächlich unser Fahrer von vor drei Tagen, der am Strand anlegt.
Erleichtert entern wir den Kahn und fahren um einiges entspannter in Richtung Festland. Auf dem Weg können wir in der Ferne endlich mal Mount Agung auf der Nachbarinsel Bali wolkenfrei sehen und auch der Vulkan Rinjani auf Lombok lässt sich blicken.

50 Minuten später kommen wir bei unserem sympathischen Bootsheini an, der nicht mal mehr weiß, wie viel Geld er und abknöpfen wollte. Unser ursprünglicher Fahrer ist zwar wirklich nicht da, aber Ersatz steht bereit und so sind wir tatsächlich gut in der Zeit und können die Fahrt an Gänsen und Pferdekutschen vorbei genießen.

Nicht ganz so sehr genießen wir allerdings, dass unser Flug nach Bali eine Stunde Verspätung hat. Aber wir hatten vorher schon gelesen, dass das üblich ist.
Da uns die Dame beim Checkin mitgeteilt hat, dass wir später mit der selben Maschine weiter nach Flores fliegen sollen, machen wir uns keine Sorgen um den Anschlussflug.

Unsere Mini Propellermaschine bringt uns mit Blick auf Kuta und Nusa Penida zurück nach Denpasar, wo dann der nächste Flug komischerweise noch mehr Verspätung hat. Dementsprechend sind wir schon etwas müde, als wir aus dem Flugzeug Blicke auf Agung und Rinjani sowie auf die Vulkane Subawas werfen können (zur Orientierung: wir fliegen von Bali aus östlich über die Inseln Lombok und Subawa nach Labuan Bajo auf Flores, ebenfalls Indonesien).

In Labuan Bajo müssen wir zunächst feststellen, dass eines unserer Gepäckbänder fehlt und auch nicht mehr aufzutreiben ist. Wir buchen in der Eingangshalle ein Taxi und bekommen direkt noch eine Tour nach Komodo und Padar Island angeboten. Eigentlich wollten wir diese erst am Hafen buchen, um gleichzeitig einen Blick aufs Boot werfen zu können, aber wir sind beide ganz froh, dass wir uns dieses Mal Suche und Verhandlungen sparen können, zumal die „Firma“ einen ganz seriösen Eindruck macht und der Preis nach unseren Recherchen in Ordnung ist.

Zum Festpreis geht es zum Hostel in der Stadt, wo wir nach einem Welcome Drink und einem eher stockenden Gespräch mit einem Mitarbeiter unser Zimmer beziehen. Oder eher unsere Sardinenbüchse, die mit unseren Rucksäcken bereits voll ist.

Es ist mal wieder heiß und drückend, als pünktlich um 18 Uhr links und rechts von uns jeweils ein Muhezzin mit dem lautsprecherverstärkten Abendgebet beginnt. Flores ist zwar hauptsächlich christlich (womit wir alle Weltreligionen in einer Woche durch haben), aber Christen und Muslime leben und feiern hier gemeinsam. Wir schlendern ein paar Meter die baufällige Straße runter zu einem waschechten italienischen Restaurant wo wir ganz vorzüglich essen, besorgen uns noch Geld, Getränke und Notfall-Bananen für morgen früh, packen unsere Tagesrucksäcke und gehen ins Bett.

 

 

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